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Sun fügt seiner "J"-Technologie ein neues "J" hinzu: Jxta soll neben Suns Java und Jini
sich in die P2P-Technolgie einfügen. Ausgesprochen wird das markante Wort "Jxta" als "juxta".
Auf der ersten Peer-to-Peer-Konferenz des O´Reilly-Verlages in San Francisco Mitte Februar präsentierte
Sun Microsystems seine P2P-Strategie. Nach den Worten von Suns Chief Scientist und Unix Pionier, Bill Joy, soll die
Jxta-Initiative vor allem Standards definieren, die peer-to-peer-Anwendungen mit den notwendigen infrastrukturellen Diensten
versorgen.
Diese Standards sollen auch Sicherheitslösungen enthalten, die definieren, wie sich einzelne
Geräte in das P2P-Netz einordnen und identifizieren, ohne dass die verteilte Anwendung der Maschine schadet auf
der sie läuft. Michael Clary, Projektleiter von JXTA, präsentierte dann weitere geplante Merkmale:
Jxta soll sogenannte Pipelines von einem Peer zum anderen zur Verfügung stellen und damit auch sicherheitsrelevante
Überwachung der einzelnen Tasks bereitstellen. Ein Monitoringtool soll exakt darstellen, was in den einzelnen Peers
gerade passiert und damit auch Vertrauen schaffen für die einzelnen User. Eine leichte und sichere dynamische
Erweiterung der Peers soll dabei garantiert sein.
Jxta soll so einfach wie möglich sein und sich auch in
die eben erst vorgestellte One-Technologie von Sun integrieren. Plattformunabhägigkeit sollte eine weitere
Selbstverständlichkeit bei Sun sein. Jixta nützt das bewährte Apache Open Source-Prinzip und auch
Ressourcen von Collab.net. Details zum inkludierten Code und Projektspezifikationen
sollten jetzt ab Mai zur Verfügung stehen.
Sun sucht jedenfalls weitere interessierte Jxta-Entwickler,
die sich unter jxta@sun.com anmelden können und danach weitere Informationen
unter www.jxta.org erhalten.
Weiterführende Informationen sind auch direkt bei Sun - unter Jxta-Features
erhältlich.
Mit ständig größeren Bildschirmen und höherer Auflösung werden dem Branchenverband
Internet Advertising Bureau (IAB) die Banner zu klein. Also wurden neue, größere Standardformate beschlossen.
Der Verband Internet Advertising Bureau, dem die Riesen der Branche angehören wie etwa AOL, Doubleclick,
MSN, Forrester Research oder CNet, hat für sich die Notwendigkeit erkannt, auf die verbesserten Ressourcen der User zu reagieren.
Größere Bildschirme mit höherer Auflösung erfordern also auch größere Banner! Es darf
allerdings bezweifelt werden, dass dadurch die Click-Raten verbessert werden. Und wenn, dann wahrscheinlich nur kurzfristig,
bis sich die User an die neuen Formate gewöhnt haben.
Nicht nur die Formate sind größer, auch
tragen sie nunmehr hochtrabende Namen, wie etwa "Wolkenkratzer" (120x600 Pixel) oder "Breiter Wolkenkratzer - Wide Skyscraper" (160x600 Pixel).
Der bisherige klassische Full-Size-Banner mutet dazu geradezu winzig an (468x60 Pixel). Doch wie gesagt: Klickverpflichtung
gibt es - dankenswerterweise - keine ...
Kalter Kaffee (Napster), Zensur und Filter - Und das Schöne: Die Industrie hinkt hinterher
Wetten, dass Napster spätestens im Juli kostenpflichtig sein wird? Zum Glück ist Bertelsmann-
Napster bereits kalter Kaffee und die echten MP3-Sauger bereits ganz woanders. Doch Bertelsmann bemüht sich auch
in anderen Bereichen des Internets ihre Vorstellung von "Familientauglichkeit" ins Wohnzimmer zu bringen.
Bertelmann´sche Filtersoftware soll nur noch "familientaugliche" Websites in die schöne Wohnstube
bringen. Und was "familientauglich" sein soll - das bestimmen die Bertelsmänner doch lieber selber. Vielleicht
doch nur ihre eigenen Online-Shops? Zustimmung bekommen sie jedoch (natürlich) von Politikern, Kirche und
sonstigen "Merkwürdigkeiten". Krieg ist jedenfalls um Zensur, Urheberrechte und deren Verdienstmodelle im Netz
ausgebrochen.
Unter den immer gleichen Aufhängern "Nazis, Porno und Raubkopierer" werden immer neue und
"bessere" Filtermodelle angeboten, die im Grunde jedoch nur eines gemeinsam haben: Sie funktionieren eben nicht! Und das
ist gut so, denn eine heile Welt gibt es weder im Internet noch im richtigen Leben. In der Schlacht um den Content
beweist die Industrie jedenfalls, dass sie das Internet noch immer nicht verstanden hat: Während Napster vor den
Kadi gezerrt wird ist die Karawane der eifrigen MP3-Sauger längst weiter in P2P-Netze gezogen. OpenNap-Server gibt
es deren viele, sicherer sind verteilte Netze wie Gnutella. Während die Bertelsmänner führ ihren Filter werben,
gehen die Audio- und Videodaten verschlüsselt auf die Reise zu Filetopia, wo der "Filterwahn" erstmal sein Ende hat!
Das Schöne an dieser "Schmutz & Schund & Heile Welt-Zensur" ist einfach, dass die entfesselte Content-Industrie
ständig von einer Tretmine ins nächste Fettnäpfchen wankt und dabei nicht merkt, dass der Vorsprung der
"Meinungsfreiheit" immer größer wird. Die im Grunde um ihre Existenzberechtigung kämpfende Musikindustrie
wird sich in der Verzögerung ihres Todeskampfes etwas anderes einfallen lassen müssen - oder das Internet verstehen
lernen!
Wer sich über den grassierenden Filterwahn mehr informieren möchte, auch viel über interessante
Experimente im Umgang mit Filtern lernen möchte, dem sei Alvar Freudes und Dragan Espenschieds Seiten schwerstens ans Herz gelegt!
Zur derzeitigen Meinungsfreiheit im Netz, Filter und
Experimente Weitere lesenswerte Artikel
Kalter Kaffee II - Napster-User von Sony ausspioniert
Es trifft sich in diesem Zusammenhang gut, dass nunmehr auch Sony zugegeben hat, Napster-User heimlich
ausspioniert zu haben.
Sony hat sich dafür sogar erblödet eine eigene Software, namens IFPI zu entwickeln, die es
ermöglichen soll, von Napster-Usern ausgetauschte Dateien zu entdecken, Copyright-Verletzungen zu erkennen und dann die
Wege der getauschten Files im Web aufzuzeichnen. Statt also über neue Verwertungswege nachzudenken, spioniert man
lieber den bisherigen Musik-Konsumenten nach. Sehr einfach - das Ganze. Wer oder Was legitimiert eigentlich Sony zu
solchen Aktionen?
Forscher an der Technischen Universität Dresden arbeitet derzeit an einer Software, die die hinterlassenen Spuren der
Surfer im Internet vollautomatisch verwischen soll.
Die auf Java aufsetzende Software soll unter jedem Betriebssystem funktionieren, etwa 600 KB klein sein
und basiert auf einem dezentralen Mehrfachverschlüsselungsverfahren des Digicash-Erfinders David Chaum. Java Anon Proxy,
so der Name der Software, verschlüsselt mehrstufig die Daten des Online-Users. Später werden die Daten mit denen
anderer User in mehreren Mixes wieder decodiert. Dieses Mixes werden dabei nur von extra geprüften, unabhängigen
und als vertrauenswürdig eingestuften Rechnern durchgeführt. Die Reihenfolge dieser Mixes kann dabei
willkürlich vom Nutzer festgelegt werden und soll so nicht nachvollziehbar sein. Scheint so, als ob Sony und
Bertelsmann und viele andere wieder eine neue Aufhabe haben ...
Mit Hochdruck arbeitet Sun an seiner Peer-to-Peer-Technologie. Nach der Lancierung von JXTA (siehe oben)
übernimmt Sun nun InfraSearch. Dieses Unternehmen bietet P2P-Suchtechniken an. Damit beweist Sun, dass sie die Zeichen
der Zeit erkannt haben.
Verteilte Informationsverarbeitung a la P2P ist nicht mehr Zukunftsmusik. InfraSearch entwickelt jetzt gemeinsam
mit Sun eine vollständig verteilte P2P-Suchmaschine, die bessere, aktuellere und umfassendere Informationen aus dem
Netz ziehen soll als es derzeit der Fall ist. Das Projekt JXTA soll damit entscheidend vorangetrieben werden.
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