Querdenker - das Online-Magazin mit News zum Nachdenken
Nr. 5 - Juli/August/September 2001 - Impressionen aus dem Netz: Interessantes und Kurioses
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W3C - Durch Metadaten
zu relevanten Suchergebnissen

100 Suchergebnisse und 99 1/2 sind davon unbrauchbar. Wer kennt die Problematik nicht? Das W3C möchte durch die Formulierung eines Metainformations-Standards die Suche effektiver gestalten und die Masse an unzutreffenden Ergebnissen reduzieren.

Als Basis nimmt das W3C das "Resource Description Framework" und durch die standardisierten Metadaten soll die Ausgabe unabhängig von bestimmten Anwendungen werden. Das auf XML basierende RDF-Vokabular soll das W3C einen Schritt näher zum "Semantischen Web" bringen.

RDF-Syntax-Schema

Werbung ohne Kekse -
Interadnet arbeitet ohne Cookies


Usertracking - ohne Cookies, verspricht Interadnet-Boss Bill Freeman. Die ursprünglich auf Anforderung der US-Regierung entwickelte Technologie versucht möglichst viel über den User zu erfahren - bei gleichzeitiger Wahrung der Privatsphäre. Ein Ding der Unmöglichkeit?

Interadnets "Cookie-Less Ad Server"- Technologie liefert sowohl geographische Daten als auch Analysedaten über den Erfolg verschiedener Kampagnen. Geeignet ist es auch in der Kombination mit Werbung, die nicht ohne Cookies arbeitet. Ein Schritt in die richtige Richtung...?

Update 24.02.2003 zu dieser Meldung: Die Firma Interadnet wurde Mitte 2001 aufgelöst, nachdem Venture Capital an Investoren nicht mehr zurückgezahlt werden konnte. Quelle - siehe Link auf der rechten Seite.

Interadnet wurde aufgelöst

Neuer "Standard", die 749. -
Edge Side Includes (ESI)


Gemeinsam wollen Akamai und Oracle wieder einen neuen Standard einführen und entwickeln: Edge Side Includes (ESI) sollen die Nachfrage nach schneller Auslieferung von dynamischen Inhalten befriedigen. Natürlich soll dabei alles einfacher und die Infrastruktur entlastet werden.

ESI stellt sich als einfache Seitenbeschreibungssprache zur Definition von Web-Site-Fragmenten dar. ESI soll in diesem Zusammenhang insbesonders den hohen Entwicklungs-, Implementierungs- und Wartungsaufwand dynamischer Webseiten bzw. internet-basierender Anwendungen verringern. Die Sprache wurde bei den zuständigen Gremien zur Standardisierung eingereicht. Allerdings bleibt die Frage: Gab´s da nicht mal bereits HTML als einfache Seitenbeschreibungssprache?

Oracle

Mozilla bekommt Kinder -
Nanozilla für mobiles Linux


Auf der Basis von Mozilla und der dazugehörigen Gecko-Engine stellte Tuxia den ersten kommerziellen Embedded-Webbrowser vor: Nanozilla. Dieser 10 MB kleine Browser kann alle wichtigen Standards wie HTML 4.01, XML, CSS, Javascript und hat auch eine eigene Java Virtual Machine. PlugIns wie zum Beispiel Acrobat Reader und der Flash-Player vervollständigen den kleinen Browser für Webpads, Settop-Boxen oder PDAs auf Linux- Betriebssystemen.

Im Funktionsumfang steht als Nanozilla dem großen Bruder um nichts nach. Neben den gängigen Sprachen wie Englisch und Deutsch verfügt Nanozilla auch über eine Reihe weiterer Interface-Sprachen. Der Linux-Browser soll auch Kernpunkt von Tuxias Linux-Softwaresuite "Taste" für Internet Appliances und Thin Clients sein.

Tuxia

Neuer Standard, die 750. -
Elektronischer Medienvertrieb mit XMCL


Eine Reihe der Branchen-Riesen wie Real Networks, Adobe, Sun und IBM haben die Initiative ergriffen, um einer auf XML basierenden Sprache namens Extensible Media Commerce Language (XMCL) zum Standard zu verhelfen. Der Vertrieb von Filmen und Musik über das Internet soll auf diese Weise unabhängig von Software-Codecs, Copyright-Systemen und E-Commerce-Diensten werden. Nachdem in dieser Allianz auch Bertelsmann vertreten ist, kann man davon ausgehen, dass es sich hauptsächlich darum dreht, der "Wahrung von Urheberrechten", die naturgemäß bei derartigen Konzernen liegen und nicht beim Künstler, zum Durchbruch zu verhelfen. Auf ein Neues ...

Real Networks

Web-Services in aller Munde -
IBM kündigt ebenfalls Unterstützung an


IBM steigt jetzt auch in den Ring, in dem sich bereits Microsoft mit .NET und Sun mit Sun One duellieren: In einer Verlautbarung im Mai kündigte IBM an, offene Internet-Standards für Web-Services zu unterstützen. Als da wären: UDDI, SOAP, J2EE, WSDL und natürlich XML. Die bekannten Vorteile liegen darin, dass Kunden zu eigenen Web-Applikationen keine eigenen Schnittstellen zu den jeweiligen Modulen mehr erschaffen müssen.

Die dazugehörigen IBM-Produkte, die diese echten Standards unterstützen, sind der WebSphere Application Server, die Datenbank DB2 sowie Lotus Groupware und Management-Tools der IBM-Tochter Tivoli. Möge der Bessere gewinnen...

IBM

...nochmal IBM: Web-Services -
sollen WSFL standardisieren helfen


Im Zusammenhang mit obiger Ankündigung von IBM, künftig die offenen Standards für Web- Services zu unterstützen, scheint auch folgender Versuch IBMs interessant: In den nächsten Wochen wird IBM den Entwurf einer neuen Sprache zur Definition des Workflows von Web-Services vorstellen. Diese Sprache trägt den Namen WSFL, Web Services Flow Language. Diese soll die Methodik beschreiben, in der eine Reihe von Funktionen bei der Bereitstellung von Web-Services zusammenarbeiten.

Freundlicherweise sollen andere Firmen und Unternehmen die "WSFL" weiterentwickeln und erst dann soll eine mögliche Standardisierung vorgeschlagen werden. Damit bleibt nur die Frage, ob hier nicht ein weiteres proprietäres Format geschaffen wurde ...

WSFL 1.0 komplett (pdf)

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